Service Orientierung bei Unternehmensportal – Teil 1

In diesem Artikel beschreibe ich die wesentlichen Bestandteile eines zentralen Portals, welches auf dem Service Orientierung Paradigma von Thomas Erl  aufbaut. Dabei bringe ich die Konzepte von SOA näher. In diesem Teil geht es inbes. um die Vermeidung von Anwendungssilos und die Ziele von SOA.

keine Applikations-Silos

Wichtig beim Einsatz von einer SOA ist es, das mit agnostischen Webservices gefüllte Service Inventar optimal zu nutzen. Dazu müssen zukünftige Projekte beständig über den Tellerrand hinausschauen, um mitzubekommen, welche bereits existierenden Services wiederverwendet werden können.

Es ist insbesondere darauf zu achten, dass keine Silos gebaut werden. Dies bedeutet, dass eine Applikation zur Automatisierung eines speziellen Geschäftsprozess gebaut wird. Dies führt schnell zu einer undurchschaubaren Anwendungslandschaft, welche nicht als wohl überlegte Enterprise Architektur bezeichnet werden kann. Das Service Orientierung Paradigma mit den 8 Designprinzipien hilft dabei. Bzgl. SOA wird nicht der Werbeslogan verstanden, sondern das verteilte Architekturmodell mit spezifischen Charakteristika, welches das Service Orientierungs Paradigma umsetzt.

Besonders wichtige SOA-Ziele für ein Unternehmens-Portal

Folgende Ziele müssen besonders bei einem Portalsystem beachtet werden:

Increased intrinsic interoperability: Die Services des Portals können zur Automatisierung verschiedener Geschäftsprozesse genutzt werden und sind dabei hoch operabel. Es muss keine Integration erfolgen.
Increased business-technology alignment: Die Business-Prozesse ändern sich beständig. Damit die Lösung business-getrieben ist, ist es erforderlich, dass bei der Definition der Services Business- und Technologie-Experten zusammenarbeiten. Die Logik wird in Services zerlegt und kann sich so ständig an neue Anforderungen des Business anpassen und weiterentwickeln. Durch dieses Ziel gelingt es verschiedene Geschäftsprozesse aus unterschiedlichen Bereichen in das Portal zu integrieren.
Increased ROI: Gerade bei einem Portal stellt sich die Frage: Was ist die Kostenersparnis im Vergleich zu einer Entwicklung eines IT-Systems von Grund auf. Die Wiederverwendung von agnostischer Logik, welche intrinsische Interoperabilität bietet, hilft dieses Ziel zu erreichen. Im Vergleich hierzu haben silobasierte Applikationen eine beständig wachsende Integrationsarchitektur, welche hohe Kosten für Betrieb und Wartung verursacht. Gerade wenn das Portal beständig erweitert wird, ist dieses Ziel von hoher Bedeutung.
Reduced IT burden: Der Einsatz von SOA führt zu reduzierter Redundanz, Größe der Anwendung, Betriebskosten, Overhead in Governance und Evolution. Dies ist daher wichtig, denn ein Portal soll agil und flexibel erweitert werden können. Dies gelingt am besten, wenn insbes. Governance und Redundanz beachtet werden.
Increased organizational agility: Dieses Ziel bedeutet, dass SOA effektiv und effizient auf sich ändernde Bedingungen und Anforderungen reagieren kann. Dabei helfen agnostische Services, da hier bestehender Programmcode wiederverwendet werden kann und weniger individuelle Entwicklung erforderlich ist.

Im nächsten Teil geht es um die Normalisierung eines Service Inventars und die Vorteile eines einzigen Datenmodells in einem Unternehmen.

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